Die meisten Menschen betrachten Uhrenarmbänder einfach als ein weiteres Teil einer Uhr, doch andere schätzen sie als das Bindeglied zwischen Uhr und Handgelenk. Und es ist kein einfaches Bauteil – es besteht aus vielen kleinen Teilen, die jeweils ihre Funktion erfüllen. Einige Teile des Armbands fixieren die Uhr sicher am Handgelenk, während andere dafür sorgen, dass es sich bei Bewegungen natürlich biegt. Dank einiger cleverer Details lässt sich die Größe bei Bedarf anpassen.

Es klingt kompliziert, wenn man es auf dem Papier beschreibt, aber das Design ist eigentlich ziemlich logisch, sobald man weiß, worauf man achten muss. Schauen wir uns die einzelnen Teile Ihres Uhrenarmbands genauer an.


Wo alles beginnt: Die Endlinks

Der erste Teil des Armbands ist das Endglied . Es liegt direkt am Uhrengehäuse an und bildet sozusagen die Verbindung zwischen Uhr und Armband. Bei hochwertigen Armbändern schmiegt sich das Endglied sauber und fest an die Rundung des Gehäuses an, als wäre es dafür gefertigt. Kombiniert man verschiedene Armbänder, entsteht oft ein kleiner Spalt oder es wackelt. Hat man erst einmal ein solides, perfekt sitzendes Armband in der Hand gehabt, bemerkt man den Unterschied sofort.

Ein loses Endglied sieht unordentlich aus und kann außerdem dazu führen, dass sich das Armband beim Bewegen des Handgelenks klappert. Daher sollten Sie möglichst ein Armband wählen, das speziell für Ihr Gehäuse geeignet ist.

Es gibt allerdings einige Uhren, die nur mit Lederarmband und nicht mit Stahlarmband erhältlich sind. Was also tun, wenn Sie an diesen Uhren ein Stahlarmband anbringen möchten? Anstatt auf gut Glück gebogene Endglieder zu verwenden, die möglicherweise nicht passen, sollten Sie Armbänder mit geraden Endgliedern ausprobieren. Diese passen universell, solange Sie die richtige Breite wählen.


Die Frühlingsstange

Das Endglied ist nicht direkt am Uhrengehäuse befestigt, sondern wird vom Federsteg gehalten. Dieser kleine Stift verbindet das Armband mit der Uhr. Er ist leicht zu übersehen, da er zwischen den Bandanstößen des Uhrengehäuses versteckt ist. Doch dieser kleine Steg ist eines der wichtigsten Teile des gesamten Armbands und geht leider oft beim einfachen Armbandwechsel verloren. Im Inneren befindet sich eine winzige Feder, die die Enden beim Anbringen oder Abnehmen des Armbands zusammendrückt. Sobald der Steg eingerastet ist, drückt die Feder die Enden in die Löcher der Bandanstöße und fixiert so alles fest. Länge und Durchmesser können je nach Gehäuse und Armband variieren.


Die Körperverbindungen

Nach den Endgliedern gelangt man zum Hauptteil des Armbands: den Gliedern. Diese sich wiederholenden Segmente verleihen dem Armband Struktur und Flexibilität. Aussehen und Konstruktion variieren je nach Armbanddesign (Oyster, Jubilee, Engineer usw.). Sie sorgen dafür, dass sich das Armband sanft um das Handgelenk schmiegt und nicht wie eine starre Manschette anliegt. Jedes Glied ist je nach Design mit Stiften oder Schrauben mit dem nächsten verbunden. An diesen Stellen wird die Armbandlänge angepasst. Um das Armband zu kürzen, werden nicht halbe Glieder entfernt oder Metall abgeschliffen, sondern ganze Glieder an diesen Stellen herausgenommen. Deshalb lösen Juweliere die Schrauben einzeln, um die Glieder zu entnehmen.

Manche Armbänder bestehen aus vollständig getrennten Gliedern , wobei jedes Segment ein eigenständiges Teil ist. Andere verwenden sogenannte Scheinglieder, bei denen das Armband zwar wie aus einzelnen Abschnitten geformt aussieht, aber tatsächlich aus einem einzigen, längeren Metallstück besteht, das in diese Form gegossen wurde. Scheinglieder bedeuten nicht zwangsläufig eine geringere Qualität, aber sie schränken die Möglichkeiten zur Größenanpassung ein, da nicht jedes Segment entfernt werden kann.


Der Verschluss

Am Ende des Armbands befindet sich die Schließe, der Faltmechanismus, der sich zum An- und Ablegen der Uhr öffnet und schließt. Schließen funktionieren wie Scharniere. Sie öffnen sich, um das Armband so weit zu dehnen, dass es über die Hand gleitet, und klappen dann wieder zusammen, um es zu sichern. Auch hier kommen Federstege zum Einsatz. Ein Federsteg verbindet das letzte Glied des Armbands mit einer Seite der Schließe, ein weiterer mit der anderen. Die Löcher für die Federstege sind kleiner als die Löcher für die Bandanstöße, erfüllen aber denselben Zweck: Sie fixieren einen federbelasteten Steg und sichern so das Armband.

Jetzt wird's raffiniert. Viele stabile Schließen haben seitliche Mikroverstelllöcher. Mit diesen winzigen Löchern lässt sich die Armbandlänge in sehr kleinen Schritten anpassen – viel feiner, als ein ganzes Glied zu entfernen. So können Träger die Passform ihres Armbands präzise einstellen, ohne weitere Glieder herauszuziehen: Einfach den Federsteg in das nächste Mikroverstellloch schieben, und schon sitzt das Armband etwas enger oder lockerer. Das ist besonders praktisch, wenn die ideale Länge zwischen zwei ganzen Gliedern liegt. Nicht alle Schließen haben eine Mikroverstellung, aber wenn man einmal eine mit dieser Funktion benutzt hat, wünscht man sich, jedes Armband hätte sie.


Einpacken

Nachdem Sie nun die Funktionsweise eines Armbands verstanden haben, werden Sie wahrscheinlich den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem hochwertigen Armband bemerken. Ein Qualitätsarmband klappert nicht, hat keine sichtbaren Spalten an den Endgliedern und lässt sich leichtgängig verstellen, ohne billig zu wirken. Wenn Sie eine Seiko modifizieren oder aufrüsten, ist das Armband genauso wichtig wie das gewählte Zifferblatt oder die Zeiger.

Bei namokiMODS finden Sie Armbänder, die speziell für unsere Gehäuse entwickelt wurden. So erhalten Sie direkt nach dem Auspacken eine perfekte Passform. Massive Endglieder, präzise Toleranzen, leichtgängige Schließmechanismen und viele Armbänder mit Mikroverstelllöchern garantieren die optimale Passform für jedes Handgelenk. Wir bieten verschiedene Designs für unterschiedliche Uhrenmodelle an, damit Sie Ihrer Kreativität bei der Individualisierung freien Lauf lassen können. Und falls Sie sich bezüglich der Kompatibilität nicht ganz sicher sind (oder von der Vielzahl der Optionen überwältigt sind!), kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail unter support@namokimods.com .

Viel Spaß beim Modding!

Januar 10, 2026 — Jeremiah A

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen