So schützen Sie Ihre Seiko Mod vor Wasserschäden: Korrekte Dichtungsmontage
Der Bau einer Seiko-Modifikation erfordert unzählige Entscheidungen bezüglich Gehäuse, Zifferblatt, Zeigern, Lünette usw. Doch die wichtigste Komponente für die langfristige Zuverlässigkeit wird oft vernachlässigt: die Dichtungen. Diese einfachen Gummi-/Kunststoffringe entscheiden darüber, ob eine Uhr den täglichen Gebrauch unbeschadet übersteht oder innerhalb weniger Monate zu einem unbrauchbaren, wassergefüllten Briefbeschwerer wird.
Man findet solche Berichte in den üblichen Foren. „Beschlagenes Glas nach dem Tragen im Regen“ oder „Korrosion am Uhrwerk, obwohl ich nie damit geschwommen bin“. Mangelnde Wasserdichtigkeit kann verschiedene Ursachen haben, die einfachsten und häufigsten sind jedoch vermeidbare Fehler bei der Dichtungsmontage.

Quelle: Quora
Die Montage der Dichtungen erfolgt per Drag & Drop und sieht daher einfach aus. Trotzdem kann man dabei etwas falsch machen, wenn man die folgenden Punkte nicht beachtet. Kommen wir nun zur korrekten Montage Ihrer Uhrendichtungen.
Fehler 1: Wiederverwendung alter Dichtungen

Der häufigste Fehler bei der Verwendung von Dichtungen passiert vor dem Einbau: die Wiederverwendung alter Dichtungen von Spenderuhren. Warum neue Dichtungen kaufen, wenn die alten noch gut aussehen? Man spart zwar kurzfristig ein paar Euro, aber Probleme können erst Wochen oder Monate später auftreten, wenn Feuchtigkeit ins Gehäuse eindringt.
Beschädigte Dichtungen sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, erst recht nicht für Laien. Durch wiederholte Kompression verlieren sie ihre Elastizität. Mit der Zeit und durch Umwelteinflüsse härten sie aus und entwickeln winzige Risse, die nur unter Vergrößerung sichtbar sind. Eine alte Dichtung, die äußerlich noch in Ordnung aussieht, kann die für eine dichte Abdichtung notwendigen Eigenschaften verloren haben.
Dichtungen mögen zwar wie eine Möglichkeit erscheinen, Geld zu sparen, aber in den meisten Fällen ist es besser, gleich eine neue zu kaufen, als zu riskieren, die Uhr zu beschädigen.
Fehler 2: Falsche Dichtungsabmessungen

Die Verwendung falscher Dichtungsgrößen ist der zweithäufigste Fehler bei der Montage. Ist die Dichtung zu klein, bietet sie nicht genügend Auflagefläche für eine dichte Abdichtung. Ist sie zu groß, kann sie sich zusammenziehen, verdrehen oder den korrekten Sitz der Komponenten verhindern. Dies kann dazu führen, dass Gläser schief sitzen, Lünetten leicht abspringen und Gehäuseböden nicht vollständig eingeschraubt werden können.
Dichtungen für Kristallgläser sind besonders anfällig für Größenprobleme. Verschiedene Kristallglashersteller verwenden leicht unterschiedliche Dichtungsprofile, und jedes Kristallglasdesign kann eine eigene Dichtung erfordern. Dies gilt auch für unsere Gehäuse-Sets, die Kristallgläser enthalten. Eine Dichtung, die für ein Kristallglas passt, dichtet möglicherweise nicht richtig mit einem anderen ab, selbst wenn die Maße nur um 1 oder 2 mm abweichen. Überprüfen Sie daher immer die Passform der Dichtung mit den jeweiligen Komponenten, die Sie einbauen.
Auch die Gehäusebodendichtungen können problematisch sein. Obwohl sie ansonsten ähnliche Abmessungen aufweisen, können die Dichtungen für die SKX, SRPD, SSK und andere verwandte Modelle inkompatibel sein, was die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen kann. Lesen Sie daher die Produktbeschreibungen sorgfältig durch und wenden Sie sich an den Kundendienst, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Dichtung zu welchem Modell passt.
Obwohl Lünettendichtungen die Wasserdichtigkeit in der Regel nicht beeinträchtigen, ist die Wahl der richtigen Größe dennoch wichtig, da sie in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind, was die Bedienbarkeit am Gehäuse beeinflusst. Gängige Größen für Seiko-Modifikationen sind 0,6 mm, 0,7 mm und 0,8 mm. Je dicker die Dichtung, desto fester sitzt sie in der Regel. Ist sie zu klein, kann sich die Lünette bei versehentlichen Stößen von selbst drehen; ist sie zu fest, erfordert sie unter Umständen Kraftaufwand beim Bedienen.
Fehler 3: Unzureichende oder falsche Schmierung

Trockene Dichtungen neigen beim Einbau zum Verdrehen oder Einrollen, insbesondere bei engen Passungen wie bei Kristallen. Eine eingerollte Dichtung bietet Wasser einen Weg zum Eindringen. Leichtes Schmieren sorgt dafür, dass die Dichtungen problemlos in Position gleiten. Zu viel Fett ist jedoch ebenfalls nicht ratsam, da es zum Verrutschen der Dichtungen beim Einbau führen und überschüssiges Fett Schmutz an den Dichtflächen festsetzen kann. Ein dünner Film genügt.
Falsche Schmierstoffe können Ihre Dichtungen beschädigen. Fette auf Erdölbasis greifen Gummimischungen an, während Universalöle von den Kontaktflächen abfließen. Verwenden Sie ausschließlich Schmierstoffe, die speziell für Uhrendichtungen entwickelt wurden, wie beispielsweise unser Silikonfett . Es wird in einer praktischen Dose geliefert: Legen Sie einfach die Dichtung ein, schließen Sie die Dose und drehen Sie sie, um die optimale Schmiermenge aufzutragen.
Fehler 4: Ungleichmäßige Kompression

Ungleichmäßiger Anpressdruck führt selbst bei einwandfreien Dichtungen zu Undichtigkeiten. Besonders Kristalldichtungen sind davon betroffen. Beim manuellen Anpressen von Kristalldichtungen wird typischerweise auf einer Seite mehr Druck ausgeübt als auf der gegenüberliegenden, insbesondere bei Verwendung günstigerer Pressen mit Griff. Um dies zu vermeiden, verwenden Sie unbedingt die passende Matrize, um den Druck gleichmäßig zu verteilen, und drücken Sie die Dichtung mehrmals sanft an, anstatt sie in einem Zug einzupressen.
Die Montage des Gehäusebodens erfolgt auf die gleiche Weise. Verschraubte Gehäuseböden können bei unsachgemäßem Ansetzen das Gewinde beschädigen, was zu ungleichmäßiger Kompression führen kann. Die Lösung besteht darin, das Gewinde vorsichtig anzusetzen und zu prüfen, ob sich der Boden leicht drehen lässt, bevor man größere Kraft anwendet.
Fehler 5: Kronen- und Schaftdichtungen

Kronen können insbesondere bei Taucheruhren eine Schwachstelle darstellen, doch glücklicherweise ist bei Seiko-Mod-Kronen die Dichtung meist bereits vorinstalliert. Das Problem besteht nun darin, eine defekte Krone oder gar ein Gehäuse mit einem defekten Kronentubus zu erhalten. Dieses Problem tritt zwar in der Regel nur vereinzelt auf, ist aber nicht auszuschließen.
Die einzige zuverlässige Methode, dies zu überprüfen, ist ein Wasserdichtigkeitstest . Dabei wird die Uhr (oder für einen ersten Test das Gehäuse mit Glas, Gehäuseboden und Krone) in das Testgerät eingesetzt, Luftdruck angelegt und das Gerät prüft, ob sich das Gehäuse ausdehnt oder undicht wird. Bleibt der Druck konstant, ist Ihre Seiko-Modifikation wasserdicht und bereit für den Einsatz mit Wasser.
Einpacken
Eine einzige defekte Dichtung kann ein ganzes Projekt ruinieren, und das ist fast immer vermeidbar. Du kennst jetzt die häufigsten Fehler beim Dichtungswechsel – Anfänger machen sie oft, also kannst du dir den Ärger sparen!
Wenn Sie bereit sind für Ihr nächstes Seiko-Mod-Projekt, dann schauen Sie sich unsere über 600 Mod-Teile an, darunter Gehäuse, Dichtungen und alles dazwischen. Alle Teile sind qualitätsgeprüft, damit Sie Ihre ideale Uhr in bestmöglicher Qualität bauen können.
Viel Spaß beim Modding!
