Eine gewöhnliche Uhr, die jeder hat, mit Seiko-Mods in etwas völlig Einzigartiges und Besonderes zu verwandeln, kann eine so aufregende Vorstellung sein, dass man manchmal einen Aspekt übersieht, der von Anfang an Aufmerksamkeit erfordert: die Sicherheit.

Sie arbeiten mit scharfen, spitzen Werkzeugen und haben es mit empfindlichen Metallen zu tun, die durch Reibung zusammengefügt sind und deren polierte Oberflächen ganz oder teilweise leicht verkratzen. Auch das Uhrwerk, der Mechanismus, der die Uhr antreibt, ist nicht immun gegen Stöße und unsachgemäße Behandlung.

In diesem Artikel widmen wir uns dem wichtigen Thema Sicherheit beim Uhrenmodding. Wir wollen Ihnen nicht den Spaß verderben, sondern dafür sorgen, dass Ihr Modding-Erlebnis sowohl angenehm als auch sicher ist. Von den inhärenten Risiken bis hin zum Schutz Ihrer Uhr und Ihrer eigenen Person – wir behandeln alles.

Es gibt einiges zu besprechen, also legen wir gleich los, ja?

Vorsicht und Aufmerksamkeit

Seiko-Modding ist kein besonders gefährliches Hobby. Ehrlich gesagt, besteht eher die Gefahr, dass Werkzeuge und Teile beschädigt werden als man selbst, aber Vorsicht schadet nie. Am wichtigsten ist der Schutz der Hände. Dafür eignen sich Fingerlinge – winzige Handschuhe, die über die einzelnen Finger gestülpt werden. Sie sind eigentlich dafür gedacht, Kratzer an den Uhrenteilen durch die Nägel zu verhindern, schützen aber auch die Finger beim Umgang mit scharfen Werkzeugen oder beim Anbringen eines besonders festsitzenden Armbands.

Sie sollten außerdem Ihre Brille aufsetzen und in einem gut beleuchteten Raum arbeiten, damit Sie nicht versehentlich Kleinteile verlieren, insbesondere wenn Sie Teile Ihrer Bewegung verändern.

Schutz Ihrer Uhr

Wählen

Das Zifferblatt ist der auffälligste Teil jeder Uhr und gleichzeitig einer der Teile, die man am leichtesten beschädigen kann, wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit Uhrenmodifikationen hat. Die größte Gefahr besteht beim Entfernen oder Anbringen neuer Zeiger , da man hierfür Metallwerkzeuge verwendet. Um Beschädigungen zu vermeiden, empfiehlt sich ein Zifferblattschutz, der direkt unter die Zeiger geschoben wird und das Zifferblatt vor den scharfen Kanten des Zeigerabziehers schützt.

Hände

Apropos Hände: Sie haben meist eine polierte Oberfläche und sind aufgrund ihrer Dünne anfällig für Kratzer und Verformungen beim Anfassen. Erfahrene Modder können die Hände problemlos mit einer Pinzette anbringen, man kann sie aber auch einfach mit einem Stück Rodico-Schaumstoff anfassen, ohne sie zu beschädigen.

Lünette

Lünetten gehören zu den am häufigsten modifizierten Teilen einer Uhr, da man die Uhr dafür nicht öffnen muss, keine Spezialwerkzeuge benötigt und es viele verschiedene Teile gibt, mit denen man das Aussehen einer Uhr deutlich verändern kann. Man kann eine Lünette zwar mit jeder handelsüblichen Klinge abhebeln, aber dabei besteht natürlich die Gefahr, das Gehäuse zu zerkratzen und sich bei Unachtsamkeit zu schneiden. Sitzt die Lünette aufgrund sehr geringer Toleranzen fest am Gehäuse und versucht man, sie mit einer normalen Klinge abzuhebeln, besteht außerdem die Gefahr, dass sie sich verbiegt und somit unbrauchbar wird.

Wenn Sie wirklich kein anderes Werkzeug zur Hand haben und kein zusätzliches Geld ausgeben möchten, können Sie den Spalt zwischen Lünette und Gehäuse vorab mit Kriechöl wie Screwloose einfetten. Dadurch sollte sich die Lünette leichter abnehmen lassen. Falls Sie bereits einen größeren Spalt zwischen Lünette und Gehäuse schaffen können, empfiehlt es sich, das Gehäuse mit Klebeband vor Kratzern zu schützen. Am sichersten ist es jedoch, ein spezielles Lünettenentfernungswerkzeug zu verwenden. Dieses führt eine Klinge aus verschiedenen Richtungen ein, übt gleichmäßigen Druck aus und löst das Gehäuse, ohne es zu verkratzen.

Kristall

Quelle: Karl M. / Seiko Mods FB-Gruppe

Die meisten nachträglich eingebauten Seiko-Uhrengläser bestehen bereits aus Saphirglas, einem Mineralglas, das deutlich robuster ist als das Hardlex-Glas, das üblicherweise bei Einsteiger-Taucheruhren von Seiko verbaut wird. Daher ist es schwierig, das Glas selbst zu zerkratzen oder zu beschädigen. Beschädigt werden kann jedoch die Antireflexbeschichtung, eine sehr dünne Schicht auf der Unterseite des Glases, die Spiegelungen reduziert. Vermeiden Sie es, diese mit scharfen Werkzeugen zu berühren.

Beim Einsetzen des Glases in das Gehäuse ist es ratsam, darauf zu achten, dass es gleichmäßig aufliegt, bevor man es eindrückt. Sitzt es schief und man versucht trotzdem, es einzudrücken, wird die Dichtung höchstwahrscheinlich beschädigt – ein Ärgernis für Anfänger und erfahrene Modder gleichermaßen.

Gehäuseboden

Seiko-Gehäuseböden lassen sich recht einfach abnehmen und wieder anbringen, da sie lediglich aufgeschraubt werden müssen. Für diese Arbeit sind keine besonders gefährlichen Werkzeuge erforderlich. Dennoch kann der Gehäuseboden beschädigt werden, wenn er nicht richtig eingeschraubt und mit Gewalt hineingedrückt wird und sich verklemmt. Es mag ein einfacher Schritt sein, den sogar ein Kind ausführen kann, aber wir raten trotzdem davon ab, es zu überstürzen. Wenn sich der Gehäuseboden nicht mehr einschrauben lässt und noch ein Spalt vorhanden ist, ist es besser, den Gehäuseboden einfach wieder abzuschrauben und von vorne zu beginnen, anstatt ihn mit Gewalt einzuschrauben.

Einpacken

Beim Uhrenmodding sind Fehler unvermeidlich und gehören einfach dazu. Man lernt daraus. Das heißt aber nicht, dass du die Fehler selbst machen musst! Die Tipps in diesem Artikel basieren auf Erfahrung, damit du keine brandneuen Teile verschwenden musst.

Wenn Sie sicher mit dem Modding beginnen möchten, sollten Sie unbedingt in unserem Werkzeugbereich nach den oben genannten Schutzwerkzeugen suchen und auch unseren regelmäßig aktualisierten Katalog für hochwertige Uhrenmodifikationsteile nicht verpassen.

Viel Spaß beim Modding!

September 24, 2023 — Jeremiah A

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